SIMON SCHUBERT
PAPIERARBEITEN/ZEICHNUNGEN
„RAUMFALTE“
14.04 > 05.05.2019

Zur Ausstellungseröffnung am Sonntag, den 14. April 2019, um 11.30 Uhr laden wir Sie und Ihre Freunde herzlich ein.

Einführung: Dr. Christian Krausch, Kunsthistoriker

Der Künstler ist anwesend. Es erscheint eine Edition.

Öffnungszeiten
Sonntag 11–17 Uhr, Samstag 15–18 Uhr, und nach Vereinbarung


SIMON SCHUBERT
1976 in Köln geboren

1997-2002

Studium an der Kunstakademie Düsseldorf (Prof. Irmin Kamp)
2001-2004
Philosophie bei Prof. Paul Good Kunstakademie Düsseldorf
 

Lebt und arbeitet in Köln


 


 Simon Schuberts Papierarbeiten zeigen Räume, Treppen und Gänge, die durch Faltung aus dem Papier hervortreten. Durch die Faltung entsteht eine Illusion von extremer räumlicher Tiefe. Unterschiedliche Lichtverhältnisse, der Wandel des Tageslichts, die Dämmerung, lassen die Faltarbeiten in steter Veränderung ins Nichts, ins Weiß verschwinden. Materialität und Arbeitsweise sind auf das Äußerste reduziert. Die Arbeiten bestehen lediglich aus Papier, nicht einmal ein Strich ist zu finden. Durch Positiv- und Negativfaltungen entsteht eine Art Relief, welches durch Lichtreflexion und Schattenwurf ein plastisches Bild erkennen lässt. Die Papierfaltungen bewegen sich zwischen Zwei- und Dreidimensionalität und durch Spiegelungen und Durchgänge werden die abgebildeten Räume gleichzeitig in ihrer räumlichen Orientierung hervorgehoben und in Frage gestellt.

 

 Simon Schubert arbeitet seit längerem an einem immer weiter wachsenden fiktiven Gebäude. Mit jeder Ausstellung wächst dieses räumlich wuchernde Gebäude zu einem sich monadenartig entfaltenden Architekturkomplex. So ist jedes Bild als ein Blick in diese Räume zu sehen und jede begehbare Rauminstallation ein tatsächlich betretbarer Teil dieses Gebäudes. Verbunden sind die, als Faltungen benannten Wandreliefs und die Installationen durch das Stilmittel der Falte, die aus dem zweidimensionalen Papier illusionäre Bilder und schließlich ganze Räume entstehen lässt.
In der Ausstellung im Kunstverein Heinsberg zeigt Simon Schubert eine begehbare Papierinstallation und Papierfaltungen und einige neue Pigmentzeichnungen.