31.08. – 21.09.2014

Zur Ausstellungseröffnung und zum SOMMERFEST am Sonntag, den 31. August 2014, um 11.30 Uhr laden wir Sie
und Ihre Freunde herzlich ein.
Es werden Werke der Künstler versteigert, die an der
Gruppenausstellung teilnehmen. Die Künstler sind anwesend
und es erscheint der Katalog „13 Positionen“.
Öffnungszeiten:
Sonntag 11–17 Uhr, Samstag 15–18 Uhr, und nach Vereinbarung

BEATE BÜNDGEN
| 1960 | geboren in Köln |
| 1980–1981 | WDR-Werkstätten in Köln-Bocklemünd |
| seit 1984 | freiberufliche Designerin und freischaffende Künstlerin |
| 1988 | Abschluss als Dipl.-Ing. für Bekleidungstechnik/Design |
lebt und arbeitet in Erkelenz und Wegberg
Anders als in der Malerei, wo Textur und Farbgebung entscheidend zusammenwirken, wird im Holzschnitt das Motiv isoliert. Es entwickelt sich gleichsam wie ein Artefakt, das wie bei einer archäologischen Ausgrabung behutsam freigelegt und entdeckt werden will.
Meine Holzstelen mit ihren Maserungen und wichtigen Lebensspuren dienen zugleich als Druckstock und wurden mit der Zeit selbst zu einem Teil meiner Werke.
Beate Bündgen

DETTMAR FISCHER
Fotograf
1957 geboren in Erkelenz
lebt in Heinsberg
„Er war also mit sechzehn Jahren davon durchdrungen, Schriftsteller werden zu wollen und zu sollen, und zwar ein großer. Von diesem Augenblick an richtet er sein ganzes Leben darauf ein: Das beginnt mit dem Anlegen von Exzerpt- und Briefkopierbüchern, geht weiter mit dem polizeiwidrigen Studieren, mit seinem Willen (der alles andere als ein bloßer Unwille ist), kein Amt anzunehmen. Es kommen dann diese unendlich langen Jahre des einsamen Arbeitens (ich habe von Faulheit geredet, aber diese Faulheit ist die eigentliche Arbeit in der Arbeit), dieses schreibenden Sichentäußerns und Sicheinlassens auf die Welt. Dazu gehört dieser eigensinnige und völlig selbständige Versuch, das Ich und die Welt ohne Theorie einander anzunähern …“
Rolf Vollmann, Das Tolle neben dem Schönen

LAURA-HELENE FÖRSTER
| 1987 | geboren in Erkelenz – hörbehindert – lautsprachlich erzogen |
| 2005 | Studium an der Kunst-Akademie Lisa von Kannen, MG |
| seit 2006 | Kunstakademie Düsseldorf Studium der Freien Malerei |
| seit 2009 | Klasse Prof. Herbert Brandl |
lebt und arbeitet in Erkelenz
Meist großformatige Malerei, vorzugsweise expressive Fehlfarben in Öl, Acryl und Pastell. Des Weiteren Objets trouvés, Collagen und Installationen.
Thematisch greife ich Landschaften, dramatische Naturereignisse, Tiere und Menschen auf, setze sie in Beziehung zueinander oder mache soziale Missstände kenntlich.
Laura-Helene Förster

DIRK GOTTFRIEDT
| 1944 | geboren in Scharnikau / Wartheland |
| 1963 | Studium an den Kölner Werkschulen |
| 1964 | Bildhauerpraktikum an der Dombauhütte Köln |
| 1965–1967 | Kölner Werkschulen, Bildhauerei |
| 1967- 1969 | Kunstakademie Düsseldorf bei Prof. Kricke |
| 1969 und 1976 | Assistent für Metallbildhauerei bei Prof. Kricke |
| 1984–2009 | Leiter der Werkstatt für Metallbildhauerei an der Kunstakademie Düsseldorf |
lebt und arbeitet in Waldfeucht-Bocket
„Ausgangspunkt des Bildhauers Dirk Gottfriedt ist die Linie, die durch Addition und Reduktion, durch Öffnen und Schließen neue abstrakte Raumgefüge bildet.“
Dr. Rita Müllejans-Dickmann, 2006

GERT JÄGER
| 1956 | geboren in Ratheim / Maasland |
| seit 1990 | künstlerisch freischaffend tätig in den Arbeitsbereichen Grafik, Objekt und Installation mit dem Schwerpunkt Bildhauerei Neben der eigenen künstlerischen Arbeit unter anderem Dozententätigkeit sowie Organisation und Mitarbeit bei öffentlichen Kunstprojekten |
| seit 2004 | interdisziplinäre Aktionen mit Musik und Literatur |
lebt und arbeitet in Heinsberg-Horst
Das Kunstwerk als Reduktion eines komplexen Gedankengangs, eine komprimierte Zusammenfassung der Eindrücke, die zu seiner Entstehung geführt haben, konzentriert in einer in sich ruhenden und umschreitbaren Skulptur. Meine Arbeiten sollen Freiraum für Inspiration schaffen und Assoziationen und Fantasien der Betrachter anregen.
Gert Jäger
„Gert Jäger ist ein Künstler mit engem Bezug zu seiner Umwelt und Umgebung. Ungewöhnlich wach nimmt er Dinge der Natur und Zivilisation um sich herum wahr. Das Wahrgenommene wird über den Prozess der Formbildung um- und übersetzt.“
Dr. Christine Vogt,
Direktorin der Ludwig Galerie Schloss Oberhausen

THOMAS JUNGHANS
1956 geboren in Recklinghausen
lebt in Arensgenhout, Niederlande

KARL-HEINZ LAUFS
| 1953 | geboren in Erkelenz-Hoven |
| 1953 | Studium an der Kunstakademie Düsseldorf Kunst / Philosophie / Kunstwissenschaft |
| 1980 | Staatsexamen in Kunst / Kunstwissenschaft |
| seit 1982 | Kunstlehrer am Cusanus-Gymnasium Erkelenz |
lebt und arbeitet in Erkelenz-Golkrath
„Das zentrale Thema der künstlerischen Arbeiten von Karl-Heinz Laufs ist die Symbolik des Hauses, mit der er sich immer wieder aufs Neue auseinandersetzt. Besonders in seinen Skulpturen, aber auch in der Malerei sind es archaische, in der Formgebung auf geometrische Urformen reduzierte Raumkörper, die die Bedeutung der Heimstatt und des Schutzraumes menschlichen Lebens hervorrufen …“
Dr. Rita Müllejans-Dickmann

HERMANN JOSEF MISPELBAUM
| 1944 | geboren in Übach-Palenberg |
| 1944 | Ausbildung im Malerhandwerk, Meisterprüfung |
| 1967–1970 | Studium der Angewandten Kunst sowie Malerei und Zeichnung an der Werkkunstschule Aachen bei Prof. Ernst Wille, Staatsexamen |
| 1971–1976 | Studium der Freien Kunst an der Kunstakademie Düsseldorf, Meisterschüler und Assistent von Prof. Rupprecht Geiger |
lebt und arbeitet in Übach-Palenberg
„Für Mispelbaum ist die Zeichnung keinesfalls ein Spiel mit ästhetischer Wirkungen und optischen Effekten, er experimentiert nicht mit unterschiedlichen Möglichkeiten der Wahrnehmung, er bezieht Stellung. Er bezieht Stellung gegenüber dem Menschen zu seiner Umwelt, die aus den Fugen zu brechen droht, er zeigt den zerstörerischen Menschen, meist aber die geschundene Welt.“
Textauszug aus dem Katalog Kunst und Kulturpreis der Stadt
Übach-Palenberg 2012, Josef Gülpers

INGRID PUSCH
1952 geboren in Wegberg
künstlerische Ausbildung u.a. bei Antonio Maro und Prof. D. Crumbiegel
lebt und arbeitet in Erkelenz bzw. Wegberg
„Die Farbe spielt eine wesentliche Rolle in den Bildern der in E rkelenz lebenden und in Wegberg arbeitenden Künstlerin Ingrid Pusch. Wenn man allerdings von Farbe spricht, sind es keinesfalls grelle Farben, sondern in den meisten Fällen dunkle Grau-, Blau- oder Brauntöne, die an der einen oder anderen Stelle von helleren Farbschattierungen durchstoßen werden. Die scheinbare Monochromie vieler ihrer Bilder löst sich bei näherer Betrachtung in variierende Farbtöne auf, in Hell und Dunkel, wodurch harmonisierend, teilweise auch konkurrierend der Bildraum gestaltet wird.
Bei den Arbeiten von Ingrid Pusch werden die Farben schichtweise, zumeist lasierend aufgetragen, sodass tieferliegende Schichten, teilweise sogar die unbehandelte Leinwand, immer wieder zum Vorschein kommen. Es entstehen hauchdünne Farbaufträge, die wie ein Netz darunterliegende Schichten durchschimmern lassen. Diese spezielle Technik des Farbauftrages verleiht den Arbeiten eine besondere strukturelle Tiefe.“
(Textauszug)
Andreas Beumers, M.A.

MICHEL SARAN
| 1938 | geboren in Übach-Palenberg |
| 1959–1961 | Ausbildung im Malerhandwerk, Meisterprüfung |
| 1961–1966 | Studium der Freien Malerei an der staatlichen Hochschule für Bildende Künste Dresden |
lebt und arbeitet in Erkelenz
„In welchem Bild auch immer die Lust an Form und Farbe eskaliert, das Wilde das Sanfte bestürmt, das Neue das Alte herauslockt, kämpferisch hier, nachgebend dort, wo immer diese scheinbar unberechenbare Lust sich austobt, ist sie gebunden.“
Ingrid Saran, 1986

HANS-PETER TRAMPERT
| 1952 | geboren in Übach-Palenberg |
| ab ca. 1985 | Ausbildung im Malerhandwerk, Meisterprüfung |
| seit 1996 | Entwicklung der EESDRON ART |
| 10.06.2008 | verstorben |
„Der Akt des Zeichnens selbst richtet sich von der Person nach außen. Es entstehen Strukturen, die hier zwar aus plötzlichem Impuls entstehen können, aber keinesfalls beliebig ausfallen und in einen Gesamtzusammenhang gehören. Trampert schöpft aus einer schier unbegrenzten Fülle von Ideen und Variationen. Seine Arbeit ist trotzdem von einer sein gesamtes Werk kennzeichnenden Prägnanz. Was er in der Linie findet, wird im Vexierspiel gleich wieder in Frage gestellt. Man spürt die von ihm sich selbst gestellte Herausforderung einer ständigen Fortsetzung.
Der zeichnerische Vorgang selbst wird hier existenziell. Der Betrachter vollzieht diesen nach und empfindet sich auch selbst. Zeichnung ist hier nicht nur Linie, Struktur, Bewegung in der Fläche und räumliche Illusion. Der Vorgang des Schneidens und Wendens findet „innerhalb“ statt, in der gezeichneten Form selbst und als reale Schnitte mit dem Skalpell in das Papier.“
(Textauszug)
Karl-Heinz Heming

WALTER VERWOERT
| 1935 | geboren in Düsseldorf |
| 1959–1965 | Studium an der Kunstakademie Düsseldorf, Meisterschüler von Joseph Beuys |
| 1969– 1979 | Lehrtätigkeit am Werkseminar Düsseldorf |
| 1978 | Lehrtätigkeit an der FH Aachen |
| 1998–2013 | Gasthörer für Philosophie, Kunstgeschichte und Typographie / Buchkunst |
„In Umkehrung zu Nietzsches Frage: „Wie finden wir die Kultur zu unserer Musik“ erzeugt Walter Verwoert Klänge aus dem Material unserer Zivilisation. Der Barcode, ausgeschnitten aus handelsüblichen Kartonagen von Discountern, wird bei Walter Verwoert zur Grundlage von Kompositionen einer Musik unserer Zeit.
Im Bildquartett HERZ-KREUZ, das in Form von Spielkarten zu sehen ist, ist für Walter Verwoert das Herz ein Zeichen für die Mitte des Menschen. Im Nebeneinander des Herzkreuzes findet er ein Sinnbild für Individuum und Gesellschaft.“
(Textauszug)
Andreas Beumers, Kunsthistoriker

CHRISTA WALTERS
1948 geboren in Heinsberg
Europäische Kunstakademie, Trier
Klasse: Freie Malerei, Dozent: Ch. Henn und J. Allen
seit 1983 als freischaffende Künstlerin tätig
lebt und arbeitet in Heinsberg
Es geht mir bei meiner Arbeit nicht um die Darstellung von Bildwirklichkeiten. Sie ist vielmehr ein Prozess des Auffindens neuer Bilder und Darstellungen durch Erinnerung und Vorstellungskraft; ein Weg, zu verstehen; unterwegs zu sein zwischen Innen und Außen. Das Ausloten von Gegensätzlichkeiten oder Korrespondenzen, zum Beispiel zwischen Fläche und Linie oder Vielfarbigkeit und Monochromie ist mir bedeutsam. Die Arbeiten auf Glas und Leinwand gewähren einerseits durch die Transparenz des Glases Einblicke, andererseits aber werden sie durch die äußere Bemalung teilweise wieder verhindert. Ein verwirrendes Spiel zwischen Offenheit und Geschlossenheit kennzeichnet diese Bilder.
Christa Walters